QuerKommentar.de http://querkommentar.de QuerGedanken zu Recruiting (HR), Wirtschaftsethik, Fotografie, IT und dies & das Fri, 09 Sep 2016 21:08:28 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.6.1 http://querkommentar.de/wp-content/uploads/2016/01/cropped-Avatar_FB_ikonisiert_cartoonized_512x512-32x32.jpg QuerKommentar.de http://querkommentar.de 32 32 Windows 10 ist da! Mein Win 7 geht und das Upgrade-Problem kommt! http://querkommentar.de/windows-10-ist-da-mein-win-7-geht-und-das-upgrade-problem-kommt/ http://querkommentar.de/windows-10-ist-da-mein-win-7-geht-und-das-upgrade-problem-kommt/#respond Wed, 05 Aug 2015 20:45:46 +0000 http://querkommentar.de/?p=237975 ]]>
"Windows" by LEGO
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„Windows“ by LEGO

Das neue Windows 10 ist da und obwohl ich mit meinem Windows 7 Professional eigentlich sehr zufrieden bin, habe ich mich nun doch aufgrund einer alten Tradition im Hause Microsoft zu einem Upgrade hinreißen lassen. Ahnen Sie schon, welche Tradition dies gewesen sein könnte?

Die Tradition im Umgang mit Betriebssystemen aus dem Hause Microsoft lautet sinngemäß: „Auf ein stabiles und gutes Windows-OS folgt in der Regel immer eine große Testversion.“ Und seitdem ich mit Windows XP Pro aktiv meine Desktop- und Notebook-Rechner betrieb, kann ich die Regel als bestätigt ansehen. Nach dem guten XP kam das Vista und da habe ich erstmal eine Pause eingelegt und siehe da, massenweise Userproteste, aufgebrachte Wutbürger und fassungslose Administratoren-Kommentare später wird ein ordentliches Windows 7 rausgebracht.

Speziell für normale Notebook-Nutzer, zu denen ich mich seit etwa zwei Jahren zählen darf,  wurde es dann mit Windows 8 so richtig spaßig. Wow, tolle Kacheln, fetzige Optik und das alles ohne Startmenü und dafür mit einer Optimierung für Touchoberflächen. Hat das aber auch mal einer MSI erzählt, die mein Gaming-Laptop gebaut haben? So ganz ohne Touchmöglichkeit (wenn ich von meiner Mauspad-Oberfläche mal absehe), aber dafür mit einem sehr brauchbaren, matten TFT-Bildschirm ausgerüstet – als Hobbyfotograf sind mir nämlich verspiegelte Monitore eher ein Graus.

Also, wieder eine Pause eingelegt und auf Besserung bei MS gehofft. Ja, kurz an Windows 8.1 gedacht, aber nein, immer noch nicht richtig für meinen mobilen Rechner nutzbar. Und dann taucht mit Windows 10 wieder eine Möglichkeit am OS-Himmel auf. Dank einiger wirklich genialen Video-Tech-Previews von einigen IT-Seiten wurde ich dann sehr neugierig, ob jetzt die Kombination bzw. die Zusammenführung der von Microsoft belieferten Endgeräte endlich vernünftig geregelt wurde. Ja, dass olle Startmenü wurde in einer sinnvoll gepimpten Version wieder eingebaut und die Synergien aus Standard- und Touchgeräten wohl recht gut umgesetzt. Es hätte jetzt nicht unbedingt kostenlos sein müssen, aber als Familienvater nimmt das auch gerne als Geschenk an.  😉  OK, seit einigen Wochen nervte mich dann das dusselige, kleine Windows-Fenster-Symbol mit der Reservierungs(q)wahl und letztlich habe ich mir auch eine Tradition bewahrt, dass ich immer eine ordentlich gekaufte Windows-Version auf DVD zu Hand habe, wenn es mal knüppeldick kommen sollte (Festplattencrash, Systemwechsel oder finale Bluescreens). Also, nochmal bei den Spezialisten von Chip.de, Heise.de, Computerwelt.de und etc. einige Live-Videos der finalen Version angeschaut und dann war der Entschluss gefallen, ab ins Abenteuer und her mit Windows 10.

Der Reservierungsknopf wurde aktiviert. Die blaue Pille wurde geschluckt (oder war es jetzt doch die rote?).

Es geschah … nichts! Keine Email der Bereitstellung von Seiten der Firma Microsoft. Keine direkten Fehlermeldungen für mich. Selbst die normalen Patches liefen über die Windows-Update-Funktion durch. OK, laut Presseticker hatten mehr als 14 Millionen Nutzer vorher auch den Knopf gedrückt (oder sich bei Microsoft im Download-Bereich bedient), also erstmal Kaffee trinken und sich in Geduld üben. Morgen ist auch noch ein Tag und vielleicht, so sagten es mehrere Quellen, wird das Windows-10-Paket auch in mehreren Stücken im Hintergrund angeliefert. Zwei Tage später war dann Schluß mit Geduld!

Das Windows-10-Upgrade-Problem erschien bei meiner Windows 7 Professional Installation leider erst auf dem zweiten und dritten Blick. Auf dem zweiten Blick, weil einige reguläre System- und Treiber-Patches nicht installiert wurden und ich dies leidlich in der Update-Verlaufsansicht erkennen konnte. Auf dem dritten Blick deshalb, weil es keine Fehlermeldungen gab, keine Benachrichtigungsemails von MS und ich im Verlauf erkannte, dass Windows 10 Pro eigentlich schon kurz nach der Reservierung bei der Installation bzw. Bereitsstellung fehlschlug. Der angegebene Fehlercode variierte nicht-witzigerweise auch noch. Einer der Codes wurde dann mit Hilfe von Tante Google dechiffriert und erzählte von einer Problematik, dass die heruntergeladenen Daten nicht konsistent seien. Merkwürdig. Sehr merkwürdig.

Die Lösung des Problems lag dann in der offiziellen Microsoft-Variante, die jetzt auch häufig im Netz herumgeistert, wie auch an diesem Ort: direkt und einfach das Microsoft Media Creation Tool nutzen, wie es als Windows-Download in 32- und 64-Bit-Variante zu finden ist. Das war dann absolut unproblematisch, denn mein Notebook wurde vom MS-Tool vermessen, gewogen und für würdig befunden.  😉  Es dauerte zwar wieder eine gefühlte Ewigkeit (ca. 2 Stunden) und nach mehreren Neustarts begrüßte mich die neue Oberfläche von Windows 10.

Bis jetzt kann ich tatsächlich nicht klagen und alles läuft reibungslos. Keine Datenverluste, meine Lightroom-Bilddatenbanken und Programminstallationen sind alle noch da. Das Startmenü gefällt mir extrem gut, zumal die alphabetische Sortierung sehr sexy aussieht und die Kacheln genau so groß sind, wie ich Sie benötige. Einige kleinere Programme sind wohl weg, aber denen weine ich jetzt keine Tränen nach. Und das Einstellen des Standard-Browsers oder der Standard-Applikationen finde ich sogar wesentlich übersichtlicher als früher. Jedenfalls einfacher, als es die Beschwerde bei Herrn Nadella, die gerade im Netz zu lesen ist, vermuten lässt. Einzig, im Explorer sind leider meine Favoriten bzw. Ordnerzuweisungen für die Bibliotheken jetzt weg. Das ist nervig, weil sich hier wohl der Weg der Zuordnung bzw. die Vorgehensweise geändert hat, aber dafür gibt es halt wieder etwas zu lernen.

Die virtuellen Desktops werde ich die Tage mal antesten, aber ich finde das zumindest ein nützliches Feature und der neue Browser von MS namens Edge ist wirklich fix. Kein Vergleich mit der alten IE-Gurke. Sicherheitspatches und Service-Packs sind jetzt schon angekündigt für das System, aber ganz ehrlich gesagt, hätte mich alles andere wirklich gewundert und es geht doch nichts über ein bisschen Tradition.  😉

Bei Bedarf werde ich diesen Artikel noch mit Updates erweitern, aber jetzt werde ich mich erstmal um die Datenschutz-Einstellungen weiter kümmern. E.T. bzw. Microsoft soll nicht so häufig nach Hause telefonieren. Zumindest etwas leiser sprechen. Cortana (die Siri von Microsoft, der Dschinn der System-Assistenten) soll auch sehr dienlich sein, aber die nette Dame habe ich derzeit in den Keller geschickt und darf nur kurz bei einfachen Suchen herauskommen. Das geht eigentlich ganz gut bis jetzt. Wegen dem Windows-Datenschutz-Einstellungen gibt es hier übrigens einen guten, praktischen Artikel aus der Zeit-Online und einen sehr ernsten Kommentar in dem IT-Security-Blog von Herrn Kuketz.

Wie sind Ihre Erfahrungen bisher?

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Die Werdegangs-KPI eines Talents errechnen? http://querkommentar.de/die-werdegangs-kpi-eines-talents-errechnen/ http://querkommentar.de/die-werdegangs-kpi-eines-talents-errechnen/#respond Mon, 13 Jul 2015 14:13:16 +0000 http://querkommentar.de/?p=179617 „Die Werdegangs-KPI eines Talents errechnen?“ weiterlesen]]>
Auf LEGO-Safari
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Auf LEGO-Safari

Das ist nur ein kurzer Gedankensplitter, aber auf der Fahrt ins Büro kam mir heute morgen die Idee, ob es so einen Koeffizienten (?) eigentlich überhaupt derzeit im HR gibt. Dabei geht es um das (ggf. recht persönliche) Zahlenverhältnis von Zeiträumen der Arbeitslosigkeit zu aktiver Tätigkeiten.

Dazu betrachte ich ab einem bestimmten Datum, z.B. dem Ende der Ausbildung, alle Erwerbstätigkeiten in zeitlicher Addition (Wochen, Monate, Jahre oder je nach Detaillierungsgrad) und setze diese in ein Verhältnis mit den Zeiträumen der Jobsuche. Man könnte es daher auch die ganz eigene persönliche Werdegang-KPI nennen.  😉

Je nach Ansatz oder Ausbau der oben genannten Idee – sofern es diese Kennzahl noch nicht gibt – könnte man diese persönliche Werdegangs-KPI auch darauf abstellen, ob man Zeiten des Studiums, Lehre, Weiterbildung, Work & Travel oder ähnliches ausklammern oder mit einbeziehen möchte. Vielleicht müsste man auch das generelle Alter mitgewichten, da es natürlich im Verhältnis gesehen einen Unterschied macht, ob ich 20 Jahre Berufserfahrung habe oder nur 5 Jahre. Wobei meine Vermutung ist, dass die KPI hier trotzdem funktionieren müsste, da es wiederum keinen Unterschied macht, ob ich 50% meiner beruflichen Karriere von 20 Jahren oder 5 Jahren arbeitslos war. Die 50% stünden leider trotzdem immer im Raum.

Wie gesagt, es ist nur ein Gedankensplitter, aber wenn man in einem Unternehmen oder einer HR-Abteilung einmal wirklich Zahlen für einen Vergleich von Talenten heranziehen wöllte, könnte man es mit so einer Idee mal versuchen. Auch wenn ich natürlich als früherer Senior Recruiter nicht so viel von solchen Zahlen halte, nur um unbedingt vergleichbare Kenngrößen zu erhalten.

Einen kleinen humorvollen Ausreißer erlaube ich mir noch dahingehend, dass man natürlich nicht wissen kann, ob IT-gestützte Bewerbungssysteme nicht so ein Verhältnis nach Eingabe „aller relevanten Zeiträume“ (wie so oft in der Programminfo vom Talent gefordert) berechnet. Dann kann man nach Eingabe einer HR-seitigen „Zielvorgabe“ auch gleich die Absagen automatisieren und die HR-Abteilung erhält die passenden Auswahlen aufgrund der o.g. persönlichen Werdegangs-KPI-Funktion.

Zum Abschluß und aufgrund der eher negativen Thematik „Arbeitslosigkeit“ noch mein Hinweis, dass man hier bestimmt auch andere Zeiten miteinander gewichten könnte. Vielleicht ließe sich am Ende sogar etwas positives mit einer solchen Funktion erreichen. Ich werde mal meine eigene Werdegangs-KPI berechnen bzw. damit experimentieren oder wenn sich jemand findet, der das in einem EXCEL-Blatt erfassen mag, bin ich auch offen für einen persönlichen Kooperation.

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RESPEKT! im Vertrieb und im Recruiting http://querkommentar.de/respekt-im-vertrieb-und-im-recruiting/ http://querkommentar.de/respekt-im-vertrieb-und-im-recruiting/#respond Mon, 13 Jul 2015 13:05:24 +0000 http://querkommentar.de/?p=177954 „RESPEKT! im Vertrieb und im Recruiting“ weiterlesen]]>
Wasserspeier - Burgruine Helfenstein
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Wasserspeier – Burgruine Helfenstein

Dieser Artikel handelt von einer Grundtugend, welche anscheinend – und natürlich nur in vereinzelten Fällen – uns Menschen abhanden gekommen zu sein scheint. RESPEKT! Als Vertriebler und Recruiter sehe ich hier auch beide Seiten der Medaille und als Angestellter, sowie als Kunde ebenfalls. Über das Thema Respekt gibt es natürlich tausende von (Blog-) Artikel, Fachbücher und Vorträge, daher nenne ich hier einfach mal ein paar passende Anekdoten aus meiner Umgebung und empfehle gerne auch den Newsletter von Frau Bettina Schöbitz, welche sich als „Die Respektspezialistin“ diese Nische in der Beratung herausgesucht hat. Wobei es schon respektlos von mir erscheinen mag, eine Grundtugend als Nische zu bezeichnen.

Auslöser für diesen Artikel sind diverse Diskussionen bei XING im Bereich Recruiting & Bewerbung, sowie meiner Beobachtungen in der Münchener U-Bahn oder auch meiner leidensvollen Autofahrgenossen (m/w), die unserem Familien-Kombi-Hybrid eines japanischen Autoherstellers hinterherkutschen müssen. Sie ahnen schon etwas? Respekt begegnet oder sollte einem eigentlich überall im täglichen Leben begegnen. Wenn nur das Wort „eigentlich“ nicht wäre.  😉

In der U-Bahn kann man den menschlichen Herdentrieb und dessen rücksichts- & respektlose Art noch am direktesten erfahren. Ja, es gibt einige aufmerksame Fahrgäste, aber wer sich morgens zur Rush-Hour oder zu Fussball-Allianz-Arena-Zeiten einmal am „Sendlinger Tor“ zu einer anderen U-Bahnlinie durchkämpfen musste weiß, was hier gemeint ist. Unverhofft branden einem die Menschen auf den Treppen entgegen und weder die ältere Dame, noch die Mutter oder der Vater mit dem Kind oder Kinderwagen haben da eine Chance. Da komme ich mir jeden Morgen wie der letzte Mohikaner vor, da ich auf meine Umgebung aktiv achte und lieber nach dem Motto „Leben und leben lassen!“ den Umstieg hinter mich bringe. Oft habe ich mir da schon gedacht, dass man hier nicht nur die sog. Sperrfelder vor den Treppen erweitern sollte (das sind an der Haltestelle hier so lustige blau-schraffierte Flächen mit dem Hinweis, dass man hier nicht im Weg stehen sollte,) sondern vielmehr die Treppen nochmal ganz klar mit Auf- und Abgang kennzeichnen müsste. Bestenfalls mit einem Trenngeländer genau in der Mitte. Ja, wo kein Respekt mehr ist, da muss man halt die Lämmchen vorsichtig auf den richtigen Weg bringen. Aber OK, dass ist ein ganz profanes Beispiel jetzt.

Bei XING lese und erreichen mich oft Fragen aus dem Recruiting bzw. Bewerbungsumfeld, ob eine Bewerbung nun so oder so besser formuliert sei. Sehr gerne verweise ich dann in Einzelcoachings auf den Umstand, dass es eigentlich immer eine Frage des Respekts ist. Wie respektvoll gehen Unternehmen oder Personaler mit Ihren bewerbenden Talenten um? Geben wir uns die Mühe einer Eingangsbestätigung? Bekomme ich auch eine Absage? Traut man sich ein bisserl Feedback zu – in Einzelfällen? Sorge ich mich um ein nachhaltiges Recruiting? Gebe ich Recruitern die Möglichkeit und die Freiheit den Kontakt warm zu halten? Lese ich die Unterlagen nicht nur mit 100%-fehlerfrei-Hardcore-Methode, sondern habe ich Interesse den Menschen hinter der Unterlage zu erkennen? Bin ich bereit zu akzeptieren und zu respektieren, dass jedes Talent einen eigenen Werdegang hat, der auch mal vom klassischen Weg wegführt? Ist mir klar, dass eigentlich jedes Talent (jeder Mensch) gewissermaßen ein Unikat ist? Und nehme ich Diversity Management oder Teambuilding auch wirklich an – lebe ich dies ggf. sogar vor?

Respekt begegnet einem aber auch im Vertrieb jederzeit. Erst letztlich musste ich einen aufgebrachten Geschäftsführer beruhigen, der unglaublich aufgeladen und sauer war. Nach ein paar sachlichen, aber interessierten Rückfragen kamen wir schnell zum wahren Kern der Aufregung. Das wichtigste in dem Moment: zuhören, sachlich bleiben, ausreden lassen, auskotzen lassen, Angriffe tolerieren und Zeit investieren. Oftmals sind es nur Minuten, die einem in der Situation wie Stunden vorkommen mögen. Letztlich lief das Geschäft aufgrund einiger personeller Vorgänge (mehr darf ich aus rechtlichen Gründen nicht sagen) ziemlich chaotisch. Gefehlt hatte aber nur ein gültiges Login zu seiner Internetseite und das Problem war in Sekunden praktisch gelöst. Und der Ärger … war natürlich schon vergessen und die Sachebene wieder sicher erreicht. Als respektvoller Mensch bin ich hier auch nicht nachtragend, denn so etwas kann jedem von uns mal so gehen. Jeder ist auch mal Kunde und hat gewisse Ansprüche.

Als positive Anekdote noch ein Service-Erlebnis der anderen Art aus dem Hause Amazon. Denn kürzlich versagte ein MP3-Download bei mir und die Seiten bzw. Apps im dortigen Shop sind momentan nicht gerade einfach zu überschauen. Mehrere Versuche und ein Blick in die verschachtelten Hilfe-FAQs brachten auch keine Hilfe. Also den direkten Kontakt gesucht und siehe da, ein freundlicher Mitarbeiter aus dem Support stand zum Live-Chat bereit. Neben einer sehr professionellen, aber trotzdem auch persönlichen Begrüßung ging der Mitarbeiter (André …) ans Werk und konnte das Problem direkt lösen. Er entschuldigte sich für das Problem und hat sauber, sowie strukturiert durch das Chat geführt. Dafür gab es eine Top-Bewertung von mir und eine freundliche Verabschiedung mit persönlichem Dank an Ihn. Und diese Erwähnung an dieser Stelle.

Das Respekt übrigens nicht immer üblich ist, zeigte ein Kontakt zu einer Consumer-Credit-Bank, welche ich anrufen musste, da man einige Zinsen aus früheren Verträgen zurückholen konnte. Die Dame am Telefon wurde geradezu emotional als Sie merkte, dass ich zu keiner Zeit respektlos wurde, Ihr die Zeit zum ersten Clearing gab und einfach höflich blieb. Sehr viele Kunden seien Ihr gegenüber derart ausfällig geworden und setzten Sie permament als „die Bank“ ein, die doch so unglaublich böse sei. Selbst persönliche Beschimpfungen musste die Dame über sich ergehen lassen. Ich entgegnete da nur sehr offen und ehrlich, wie man nur darauf käme das zu tun, denn Sie müsse wohl leider gerade den Kopf bzw. das Ohr hinhalten und die Anfragen annehmen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist kein Grund, Callcenter- oder Support-Mitarbeitern respektlos und unfreundlich zu begegnen.

Ich schließe den Artikel übrigens noch mit einem freundlichen Gruß an die Damen und Herren, welche uns am Wochenende mit Lichthupen, Drängeleien und gefährlichen Überholmanövern ziemlich respektlos im Straßenverkehr begegneten. Nein, ein Auris Touring Sports Hybrid trägt kein „Ich bremse extra für dich!“-Schild am Heck, sondern dort steht nur Hybrid Synergy Drive. Details kann man gut der Wikipedia entnehmen und es gelten auch weiterhin Richtgeschwindigkeiten in Ortschaften unterhalb 60-70 km/h. Aber im Straßenverkehr ist es wie in der U-Bahn, da kommen die tiefsten menschlichen Jagd- und Fluchtinstikte wieder hoch. Respekt – ach was, ich muss voran, egal was (da von vorn) auch kommt.

Bevor ich jetzt meinen letzten Spruch im vorherigen Absatz zu einer eigenen Analogie für werdende oder besonders erfolgreiche Führungskräfte ausbaue, ist nun wirklich Schluss. Bitte, schenken Sie sich und Ihrer Umgebung etwas mehr Respekt und Sie werden merken, dass kommt auch mal zurück. Dann macht man sich das Leben im Recruiting und Vertrieb schon etwas einfacher und eventuell folgt so gar der ein oder andere Erfolg von selbst.

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Was haben Recruiting (HR) und Geheimdienste gemeinsam? http://querkommentar.de/was-haben-recruiting-hr-und-geheimdienste-gemeinsam/ http://querkommentar.de/was-haben-recruiting-hr-und-geheimdienste-gemeinsam/#respond Thu, 25 Jun 2015 06:02:30 +0000 http://querkommentar.de/?p=129050 „Was haben Recruiting (HR) und Geheimdienste gemeinsam?“ weiterlesen]]>
Ein öffentliches Puzzle
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Ein öffentliches Puzzle

Was haben das Recruiting und die Geheimdienste gemeinsam? Nun, überspitzt formuliert, suchen beide nach Zielpersonen die in ein spezielles Raster fallen und dies am besten bevor irgendwelche Probleme entstehen können. 😉 Damit schließt sich dieser QuerKommentar auch ein wenig an meinen Artikel des „Predictive Recruitings,“ also des vorausschauenden Personalgewinnens an. Es ist also wie ein Puzzlespiel organisiert und es gilt die korrekten oder passenden Teile einzufügen, damit sich ein Gesamtbild ergibt.

Und wenn man jetzt die Personalgewinnung, speziell die Bewerbermanagementsysteme betrachtet, so kann man zu großen Teilen auch behaupten, dass hier gerne spezielle Selektoren eine Rolle spielen. Humorvoll gesprochen, mögen diese auch recht ähnlich zu dieser ominösen, internen Geheimdienstliste sein, welche gerade (Juni 2015) in den Medien immer wieder präsent ist und welche ein Ausschuss des deutschen Bundestags gerade angefordert hat. (Aber nicht wirklich bekommt, geschweige denn eine valide Auskunft darüber.)  😉

Gerne weise ich an dieser Stelle auch auf diverse Blogartikel aus der HR-/Recruiting-/Employer-Branding-Blogosphäre hin, bei denen sich z.B. Henrik Zaborowski, Stefan Scheller, Marcel K. Reif, Henner Knabenreich oder auch Jo Diercks zu Themen wie Recrutainment oder Big Data oder Mobile Recruiting auseinander gesetzt haben. Und genau bei solchen Artikeln musste ich doch immer wieder schmunzeln, welche einzelnen Parallelen es zu doch den Geheimdiensten gibt. (OK, hier nochmal der Hinweis, dass dieser Artikel natürlich ein große Portion schwarzen Humores besitzt.)

Genauer gesagt geht es mir darum, dass es derzeit allerhand Möglichkeiten gibt z.B. weitreichende Trackings der Talente durchzuführen, von Klickraten über Absprungraten bis hin zu Bewerbungsraten. Bei einer Demonstration eines Online-Marketing-Spezialisten konnte ich auch „live und in Farbe“ erst kürzlich sehen, welche direkten Trackings auf Homepages möglich sind und dies leider so, dass das dem Besucher eigentlich nicht wirklich bewusst ist. Klar, ist in Deutschland aufgrund des BDSG zwar tiefste Grauzone, aber in anderen Staaten dieser Welt hat man da ganz andere Freiheiten zu.

Nicht ganz so lustig ist allerdings, dass es für ein pro-aktives und überhaupt aktives Recruiting nunmal sehr wichtig ist, mit seinen „Zielen“ in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Der einfachste Weg ist da noch über Social-Media-Kanäle wie XING oder LinkedIn, da man sich dort direkt vernetzen kann und z.B. bei XING mit Hilfe der Stichworte an jedem Kontakt diese später auch relativ schnell wieder selektieren kann. Oh, da sind wir wieder bei Selektoren in gewissem Sinne (s.o.). 😉 Aber gleichzeitig ist das auch ein echter, praktischer Tipp von mir als Senior Recruiter.

Es gibt natürlich auch einige Dinge, die das Recruiting in vielen Unternehmen überhaupt nicht mit Geheimdiensten gemeinsam haben. So verfügen diese in der Regel über irre viel Geld um Ihre Ziele verfolgen zu können und auch an der Front der Personaldecke wird nicht gekleckert, sondern eher geklotzt. Achtung Wortspiel im Sinne der Zeitarbeit: an Manpower scheint es dort oft nicht zu mangeln. 😉 Selbstredend sind Geheimdienste auch recht hartnäckig in der Verfolgung derer speziellen „Talent Acquisitions“ und dies auch über Jahre hinweg. Da wird es aufgrund der begrenzten, erlaubten Speicherzeiten (Aufbewahrungsfristen) im Recruiting auch etwas schwierig für die meisten Unternehmen.

Mir geht es mit diesem eher humorvollen Ausflug in die Geheimnisse des Recruitings auch eher darum, dass ich auch selbst einmal in der Situation gewesen bin, viele Talente für Projekte hätte besorgen zu müssen. Letztlich haben dabei entsprechende Cloud-Bewerbermanagementsysteme erheblich geholfen, Fachabteilungen über Neuzugänge auf dem Laufenden zu halten und dabei die Talente weiterhin aktiv zu betreuen (oder bei der Stange zu halten, wenn es mal wieder länger dauerte mit den Entscheidung der Fachbereiche.) Im Gegensatz zu Geheimdiensten ist hier Offenheit und Kooperation über alle Abteilungsgrenzen hinweg der Schlüssel zum Erfolg gewesen. In diesem Sinne waren dann auch die Selektoren in den Datenbanken sehr hilfreich, um die optimalen Besetzungen für die Jobs zu finden. Aber in letzter Konsequenz – und dafür kenne ich persönlich einige Beispiele – spielt neben dem Hirn bei der Personalauswahl auch das Bauchgefühl eine sehr große Rolle. Wie die Schläfer in den spannenden Spionagefilmen (oder leider auch in der Wirklichkeit) schlummern so manche Diamanten in der Kandidatendatenbank, die vielleicht eben nicht auf die 100%-Treffer-Selektion passen, aber trotzdem eine sehr gute Arbeit leisten würden. Hier kommt es dann eben darauf an, dass man den Rohdiamanten in der Personalentwicklung zu einem schönen und wertvollen Schmuckstück veredelt. (Schleifen wäre zwar vielleicht richtiger gewesen, aber das hat immer einen so negativen Beigeschmack im HR.)  😉

Haben Sie Ihre Schläfer schon entdeckt? Was könnte man ansonsten noch von den Geheimdiensten fürs Recruiting lernen?

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Aus dem Leben eines Recruiters – Episode 1 http://querkommentar.de/aus-dem-leben-eines-recruiters/ http://querkommentar.de/aus-dem-leben-eines-recruiters/#respond Tue, 16 Jun 2015 22:15:27 +0000 http://querkommentar.de/?p=107629 „Aus dem Leben eines Recruiters – Episode 1“ weiterlesen]]>
Recruiting - Ein ernsthaftes Gesellschaftsspiel.
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Recruiting – Ein ernsthaftes Gesellschaftsspiel.

Recruiting ist ein „ernsthaftes Gesellschaftsspiel“ mit dem Ziel möglichst die optimalen Talente (Bewerber), zur richtigen Zeit und in der erforderlichen Anzahl, für das eigene Unternehmen zu gewinnen oder in einer Talente-Pipeline zur Verfügung zu haben. In diesem Sinne berichte ich einmal aus der Egoperspektive eines Senior Recruiters und gebe dabei auch den ein oder anderen direkten oder indirekten Tipp in Bezug auf Bewerbungen ab.

Dieser QuerKommentar-Artikel wird mit Sicherheit nicht absolut komplett sein, ist natürlich sehr subjektiv und ich erlaube mir gleich einmal am Anfang darauf hinzuweisen, dass er auch Bezüge zur Zeitarbeit bzw. der Personaldienstleistung enthalten wird. Vermutlich werde ich diesen Beitrag in Zukunft noch weiter ausbauen, was auch der fortgeschrittenen Stunde geschuldet ist, wo ich diese Zeilen schreibe und der ein oder andere Aspekt noch näher beleuchtet werden soll.

Gleich zu Beginn möchte ich als kleine und dreiste Eigenwerbung darauf hinweisen, dass ich durch glückliche Umstände und in Kooperation mit Herrn Winfried Gertz (freier Journalist aus München) zu einigen Interviews und Veröffentlichungen im „Recruiting Guide 2015,“ in der Fachzeitschrift „Personalwirtschaft“ und aktuell dem IGZ (Interessengemeinschaft Zeitarbeit) gekommen bin. Themenbereiche waren dabei die Möglichkeiten der Personalvermittlung bzw. der Personaldienstleistungen, kritische Anmerkungen zum Recruiting (Stellenanzeigen, Social-Media-Kanäle) und auch der Chancen bei Nutzung IT-gestützter Bewerbermanagementsysteme.

Der Quereinsteiger im Recruiting

Der Untertitel zu diesem Abschnitt ist bei mir ganz herrlich doppeldeutig. Denn er bezieht sich genauso auf mich selbst und einiger meiner bisherigen Tätigkeiten, so wie er sich auch auf die Talente bezieht, die nicht zu den „105%-Kandidaten“ gehören. Damit meine ich z.B. Studienabbrecher oder auch Quereinsteiger, die sich im privaten Umfeld mit speziellen Themen auseinander gesetzt haben. Wichtig für das Recruiting ist hier vor allem, dass man sich die Mühe macht und hinter die Kulisse des Lebenslaufs blickt. So konnte ich vor kurzem (Mai 2015) im Zuge einer Personalsuche einen Webdesigner finden, der sich sein Fachwissen tatsächlich aus privater Motivation und auch durch viel Eigenstudium verschafft hat.

Nach Rücksprache mit ihm, hat er seit fast zwei Jahren (!) einen passenden Job als Webdesigner gesucht. Dabei fiel mir als Hobbyfotograf bereits sein Portraitfoto auf dem Deckblatt in der Bewerbung positiv auf (auch wenn ich normalerweise nichts von Deckblättern halte.) Aber der CV sah auch allgemein recht ansprechend aus. Besonders spannend allerdings war für mich, dass er den „klassischen Migrations-Werdegang“ hatte, wie ich ihn häufig bei meinen früheren Recruiting-Aufgaben im Engineering vorfand. Also mit einem akademischen Abschluss aus dem Ausland nach Deutschland kam, dann vermutlich diese Abschlüsse als nicht relevant oder ausreichend in den HR- und Fachabteilungen betrachtet wurden und schließlich seine aktuelle Tätigkeit(en) in einem völlig fachfremden Gebiet fristen musste.

Lange Geschichte kurz gefasst: das Vorstellungsgespräch war laut dem Entwicklerteam ein absoluter Erfolg. Es zählten nicht die bunten Zertifkate, sondern das, was als Fachwissen belastbar vorhanden war. Und einer der schönsten Umstände ist, dass die Motivation das Fachwissen praktisch einzusetzen, sich aktiv einzubringen und vermutlich auch die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber (Kunden) ziemlich hoch sein dürfte.

Ein weiteres Beispiel dazu war übrigens die Platzierung eines KFZ-Mechanikers auf einer Position eines Technikers bzw. Ingenieurs bei einem großen bayerischen Automobilkonzern im Zuge der Arbeitnehmerüberlassung vor einigen Jahren. Wir stehen auch heute noch in unregelmäßigen Abständen in Kontakt, weil es letztlich eine Frage des Vertrauens und des „Wollens“ gewesen ist, dass wir gemeinsam das Projekt stemmen konnten. Nach dem Bestehen diverser interner Kundentests, hatte man uns nämlich die Chance eingeräumt, die Position gegen die üblichen Gepflogenheiten des Kunden mit dem fachlich und persönlich motiviertesten Talent zu besetzen. Und nicht mit dem Kandidaten mit dem höchsten Abschluss. Heute ist er ein engagierter Teamleiter in der Fahrzeugentwicklung und hat nebenberuflich den staatlich geprüften Techniker abgeschlossen.

Natürlich sind dies Ausnahmen, aber sie zeigen auch auf, dass man dem Fachkräftemangel einfach auf praktischer Weise begegnen kann und die sonst üblichen „Wartezeiten“ bis zum Eintreffen des vermeintlichen 105%-Talents dann natürlich gar nicht mehr braucht.

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